Barntruper Kunstpfad "Pickert"

Der Pickert ist quasi das "Nationalgericht" der Lipper.

Man sieht auch daran, wie bodenst√§ndig der Lipper ist. Ja, der Lipper begn√ľgt sich mit einfachen Mahlzeiten und ben√∂tigt keinen unn√ľtzen Schnick-Schnack.

Der Pickert war das typisch lippische Gericht der arbeitenden Bev√∂lkerung. Das Wort Pickert wird wahrscheinlich vom plattdeutschen Wort "pecken" (=kleben) hergeleitet. Der lippische Pickert wurde seit jeher mit viel Fett zubereitet und als Arme-Leute-Essen sollte es den Bauern als nahrhafte Grundlage nach einem anstrengenden Arbeitstag dienen. Der Pickert wurde auf der blanken Herdplatte des K√ľchenherdes gebacken! Das war m√∂glich, weil nur mit Holz oder Torf gefeuert wurde (den Kohlegeruch h√§tte der Pickert √ľbernommen). Die Herdplatte wurde blank gescheuert, mit einer Speckschwarte eingefettet und darauf dann der Pickert gebacken - eine ca. 4 cm dicke und 30 mal 30 cm gro√üe Teigschicht. Der fertige Pickert wurde in Streifen und St√ľcke zerteilt. Diese schnitt man in der Mitte (flach) auf und bestrich sie mit "guter" (weil eigener!) Butter oder ger√§ucherter Lippischer Leberwurst vom eigenen Schwein. Zu dem Rosinenpickert sagten die alten Lipper nur, das sei "Neureichenpickert". Das Geld f√ľr Rosinen hatten sie n√§mlich meistens nicht oder waren zu "Sparsam", um daf√ľr Geld auszugeben. Sicher - auch damals gab es Lipper, die auf ihren Pickert S√ľ√ües haben wollten, nur dann war es R√ľbenkraut, nat√ľrlich auch selbst gemacht.

Titel: Pickert
K√ľnstler: Guido Kasper mit Kindern und Jugendlichen
Sponsor: Dipl.-Betriebswirt Reinhard Geisler, Steuerberater im Extertal, ehemaliger B√ľrger von Barntrup


Ein Rezept f√ľr Pickert finden Sie hier:
http://www.lipperland.de/lippischer-pickert/lippischer-pickert.html

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